Nutzen für Österreich

1. Der Nutzen für die mitwirkenden Institutionen und Privatpersonen:

  • Die Mitwirkung ermöglichte es, die Sammlungen und Datenbanken der eigenen Institution darzustellen und dadurch deren Bedeutung in eine oder mehreren Fachbereichen hervorzuheben und der Öffentlichkeit zu präsentieren.
  • Die Mitarbeit ermöglichte es auch aufzuzeigen, welcher Handlungsbedarf in der eigenen Institution bzw. Organisation gegeben ist. Dadurch wird transparent, welche finanziellen Mittel der Träger der jeweiligen Institution zu leisten hat, um einerseits das seit Jahrzehnten erarbeitete Wissen und Datenmaterial zu biologischen Arten sicherzustellen sowie andererseits die diesbezügliche Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Wissenschaft gegenüber anderen Nationen zu ermöglichen. Die finanzielle Förderung entsprechender Maßnahmen ist eine Verpflichtung, die Österreich mit der Ratifizierung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt übernommen hat und der daher nachzukommen ist.
  • Alle Mitwirkenden trugen zu einer lückenlosen Datenerhebung bei und schafften einen österreichweiten Überblick, der Voraussetzung für die Aufdeckung und Nutzung von Synergien ist. Auf dieser Grundlage ist eine gemeinsame zukünftige Projektplanung und eine effizientere Zusammenarbeit von Fachinstitutionen möglich, wodurch die Chancen auf Projektförderungen aus öffentlichen Geldern erhöht werden.

 

2. Der Nutzen für die Volkswirtschaft:

  • Ein lückenloser Überblick über biodiversitätsrelevante Daten vereinfacht deren Suche für Student/innen und forschende Wissenschafter/innen sowie Personen in der Verwaltung, woraus einerseits eine große Zeit- und Kostenersparnis und andererseits eine effizientere wissenschaftliche Arbeitsleistung resultiert.
  • Durch die leichtere Zugänglichkeit von Daten und damit auch von Information über bereits geleistete Arbeiten, können Forschungsarbeiten vermehrt aufeinander aufbauen.
  • Ein allgemeiner Datenzugang verhindert Parallelarbeiten.
  • Eine möglichst genaue Kenntnis der nationalen biologischen Ressourcen ist äußerst wichtig und geradezu eine Grundbedingung, um die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs im Bereich Biotechnologie garantieren zu können.
  • Die im Rahmen der Machbarkeitsstudie erhobenen Daten stellen die Grundlage für rasche Entscheidungen bezüglich des Handlungsbedarfs in Politik und Verwaltung dar.
  • Die erhobenen Daten ermöglichen die Beschleunigung und Fundierung von Naturschutzaktivitäten (z.B. effiziente Implementierung und Monitoring von "Natura 2000" Gebieten).
  • Die geplante lückenlose Erhebung und die Veröffentlichung der erhobenen Daten stellen zusätzlich eine Verbesserung des Bildungsangebots dar.

 

3. Der forschungspolitische Nutzen:

  • Die Erhebung biodiversitätsrelevanter Daten stellt eine wichtige Basis für die Ökosystemforschung dar, die wiederum die Grundlage z. B. für den Naturschutz, die Raumplanung oder "Natura 2000" bilden.
  • Im Zuge des Projekts wurden bestehende Lücken in Bezug auf die Erfassung und Dokumentation der Biodiversität in Österreich erkannt und können längerfristig geschlossen werden.
  • Die Möglichkeit, Daten zur biologischen Vielfalt direkt über das Internet abrufen zu können (z.B. Rote-Listen-Arten), würde entsprechende Forschungsaktivitäten in effizienter Weise unterstützen und hätte zusätzlich naturschutzrelevante Auswirkungen.
  • Die aus dem Vorschlag der europäischen Kommission zum 6. Forschungs-Rahmenprogramm ableitbare Prioritätensetzung im Bereich Biodiversität erfordert eine entsprechende Wettbewerbsfähigkeit Österreichs, um in Exzellenznetzwerken bzw. integrierten Projekten mitwirken zu können. Dafür ist eine lückenlose Kenntnis des nationalen Wissensstandes essentielle Voraussetzung.
  • Die Teilnahme Österreichs an GBIF, basierend auf den Ergebnissen der geplanten Machbarkeitsstudie, erleichtert wesentlich die Übersicht über aktuelle nationale und internationale taxonomische Forschungsvorhaben.
  • Eine Teilnahme Österreichs an GBIF kann auch zur Unterstützung nationaler Forschungsprogramme beitragen (z.B. EcoForesights Austria).
  • Obwohl die Biodiversitätsforschung in Österreich auf höchstem internationalen Niveau arbeitet, kommt es auf Grund struktureller Probleme zu einer abnehmenden internationalen Wettbewerbsfähigkeit. GBIF kann mithelfen, diesen Trend umzukehren.
  • Ein erhöhtes Angebot an Information über die biologische Vielfalt stellt einen Beitrag zur Verbesserung des "Public Understanding of Science" dar.
  • Die Teilnahme an GBIF ist für das Image von Österreich in der "scientific community" förderlich.
Letzte Änderung: 05.08.2013